Geburtsgeschichte München

Im April 2005 nahmen mein Partner und ich an einem 3-tägigen, von Sydney Sobotka-Brooks geleiteten Kompaktkurs in Hypnobirthing teil. Da wir dafür aus Deutschland anreisen mussten, hatte Sydney den Kurs extra für uns konzipiert, um uns das Wissen, das normalerweise in einem Zeitraum über mehrere Wochen vermittelt wird, innerhalb weniger Tage beizubringen.

Sydney ist eine extrem kompetente, überaus freundliche und hilfsbereite Lehrerin. Es war ganz einfach, ihrem Konzept zu folgen. Wenn nach dem offiziellen Ende des Kurses noch Probleme auftauchten, konnte ich per E-Mail Fragen stellen, die sie immer umgehend beantwortete. Sie erstellte sogar eine eigene Hypnose-CD für mich, die mir bei meinen häuslichen Übungen sehr hilfreich war und sicherlich zur glücklichen Geburt meines Sohnes viel beigetragen hat.

Während meiner Schwangerschaft hatte ich eine Reihe von Komplikationen, die unangenehmste davon war eine Symphysenlockerung, die meine Bewegungsfähigkeit stark einschränkte. Auch hier stand mir Sydney zur Seite, indem sie mir Mut machte und andere Leute für mich um Rat fragte. Glücklicherweise wurde die Symphysenlockerung noch während meiner Schwangerschaft durch die Behandlung bei einer Ärztin für Alternativmedizin in München deutlich besser, so dass ich mich noch vor der Geburt wieder problemlos bewegen konnte. Eine Symphysenlockerung bessert sich nämlich normalerweise nicht mehr vor der Entbindung, häufig ist eine stationäre Behandlung im Krankenhaus nötig. Als man bei mir in der 30. Schwangerschaftswoche im Krankenhaus die Symphysenlockerung diagnostizierte, riet man mir zur Einleitung der Geburt spätestens in der 37. SSW oder sogar zum Kaiserschnitt. Dass sich meine Symphysenlockerung vor der Entbindung so stark besserte, war eine medizinische Sensation.

Die Geburt meines Sohnes am 17. Juni 2005 verlief genau so unkompliziert, wie mein Partner und ich es in der Hypnose monatelang täglich eingeübt hatten. Von Anfang an waren die Wehen effektiv, nie hatte ich das Gefühl, dass ich gerne ein Schmerzmittel hätte oder das ich irgendetwas nicht schaffen könnte. Vielmehr hatte ich immer das Gefühl, dass ich hier der “Boss” sei und ich diejenige war, die das Geschehen bestimmte. Ich hatte keinen Dammriss und auch nicht die geringste Spur einer postnatalen Depression. Mein Sohn hatte gleich nach der Geburt einen ganz runden Kopf und war überhaupt nicht so zerknautscht, wie es vaginal geborene Kinder in der Regel sind. Er ist ein sehr ruhiges, freundliches und völlig unkompliziertes Baby, das viel lacht.

Heute benütze ich die Hypobirthing-Techniken auch z. B. zur Schmerzkontrolle beim Zahnarzt. Sydneys Kurs hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Ich kann sie jedem als Hypnobirthing-Lehrerin nur empfehlen.

Claudia

2015-08-27T13:49:08+00:00 15. September 2005|Geburtserlebnisse|